IT-Fachkräftemangel: BITKOM schlägt Drei-Stufen-Plan vor
3. August 2010 in von Experteer>
Zum zehnjährigen Jubiläum der Greencard-Regelung für ausländische Fachkräfte zieht der IT-Branchenverband BITKOM eine positive Bilanz: Mehrere zehntausend IT-Spezialisten sind seit dem Jahr 2000 nach Deutschland eingewandert und haben dadurch geholfen, den Fachkräftemangel auf dem deutschen IT-Markt zu begrenzen. Dennoch fehlten in den vergangenen Jahren immer noch sehr viele IT-Fachkräfte in Deutschland – deshalb schlägt der Verband jetzt einen Drei-Stufen-Plan vor, um zukünftig mehr Jobs in der IT-Branche mit Fachkräften besetzen zu können.
Es ist bekanntlich nicht alles Gold, was glänzt. Das gilt auch für die deutsche Greencard-Regelung für ausländische Fachkräfte. Zar sind in den vergangenen zehn Jahren mehr als 33.000 IT-Experten nach Deutschland eingewandert und halfen so, den Mangel an Fachkräften auf dem deutschen IT-Stellenmarkt zu begrenzen – doch fehlten im gleichen Zeitraum teilweise bis zu 45.000 weitere Experten aus dem IT-Bereich in der Bunderepublik. Nach Ansicht des Brancheverbandes BITKOM sind daran die bisherigen gesetzlichen Regelungen schuld. „Die Greencard hat eine wichtige Debatte über Zuwanderung angestoßen. Die derzeit gültigen Gesetze sind für den Zuzug von Hochqualifizierten aber immer noch zu restriktiv.“, so BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.
Als Lösung schlägt der Verband einen Drei-Stufen-Plan vor, um den Zuzug von Fachkräften noch weiter zu erleichtern. Dessen Kernelemente sind
- Absenkung der Mindesteinkommensgrenze für die Niederlassungserlaubnis auf 40.000 Euro
- Start einer Informations- und Marketingkampagne „Study and Work in Germany“
- Mehr Flexibilität bei der Zuwanderungssteuerung durch veränderte Aufnahmeverfahren
Daneben fordert der Brancheverband BITKOM auch baldige Verbesserung im Bildungssystem, um dem Problem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Scheer: „Der Expertenmangel ist eines der größten Herausforderungen der deutschen Wirtschaft in den kommenden zehn Jahren. Das Problem verschärft sich und wir müssen jetzt die Weichen für die Nachwuchssicherung unter Einbeziehung ausländischer Spezialisten stellen.“
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Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_64686.aspx