Regeln für den Headhunter Kontakt: Der erste Anruf
6. April 2010 in von Experteer>
Sie sitzen im Büro, plötzlich klingelt Ihr Telefon – ein Headhunter ruft an. Mal ehrlich: Damit rechnen die Wenigsten ernsthaft, oder? Wie soll man mit einer solchen Situation umgehen? Und was passiert, wenn es zu einem persönlichen Gespräch kommt – und in der Folge zu einer Einladung beim Auftraggeber? Wir geben Tipps zum richtigen Kontakt mit Personalberatern. In dieser Woche: Der erste Anruf.
Nichts anmerken lassen
Wenn der Headhunter Sie am Arbeitsplatz anruft: Lassen Sie nichts anmerken. Versuchen Sie für Außenstehende den Eindruck zu erwecken, dies wäre ein ganz normales Telefonat. Achten Sie dabei nicht nur auf Ihre Wortwahl, sondern vor allem auch auf Ihre Stimme. Außerdem sollten Sie über den Kontakt Stillschweigen gegenüber Kollegen bewahren. Noch besser ist es, wenn Sie mit dem Berater einen Rückruf nach Feierabend vereinbaren. Außerdem sollten Sie unbedingt Mailkontakt herstellen.
Kein vorschnelles „Nein“
Bezüglich des Angebots gilt: Zeigen Sie Interesse, auch wenn Sie eigentlich keine berufliche Veränderung planen – Sie wissen schließlich nicht, was der Personalberater ihnen anbietet. Lassen Sie Sich am besten eine kurze Stellenbeschreibung geben – diese wird sicherlich recht vage ausfallen, hilft aber dennoch bei der ersten Orientierung. Die Frage nach dem Auftraggeber können Sie Sich in diesem Zusammenhang allerdings sparen, da der Headhunter Ihnen diesen beim Erstkontakt nicht nennen wird.
„Weil Sie der Richtige sind…“
Ein absolutes No Go ist übrigens die Frage, warum gerade Sie ausgewählt wurden – was bleibt dem Headhunter da übrig, als den Anschein zu bekommen, dass Sie ihm mangelnde Kompetenz in seinem Job unterstellen? Beantworten können Sie Sich diese Frage auch selbst: Er wird sie aufgrund Ihrer bisherigen Leistungen oder Qualifikationen angesprochen haben, denn das sind die üblichen Kriterien für die Erstselektion möglicher Kandidaten für Auftraggeber.
Initiative ja – aber in Maßen
Selbstverständlich können Sie auch eine Initiativbewerbung an eine Personalberatung schicken, um in deren Datenbank aufgenommen zu werden. Ein direkter Anruf bei einem Headhunter ist demgegenüber aber nicht zu empfehlen – die Wahrscheinlichkeit, dass dieser gerade jetzt einen Job genau für Ihr Profil zu besetzen hat, ist schließlich eher gering. Machen Sie Sich stattdessen lieber gut auffindbar, indem Sie Profile von sich im Netz bereitstellen – beispielsweise bei einem Karrieredienst oder in einem Business-Netzwerk. Zudem lassen sich im Internet auch viele Stellenangebote von Headhuntern finden, auf die Sie Sich bewerben können.
Lesen Sie in der nächsten Woche: Regeln für den Headhunter-Kontakt: Das persönliche Gespräch.