Mehr als die Hälfte der deutschen Führungskräfte ist bereit zum Jobwechsel. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der Unternehmensberatung von Rundstedt HR Partners. Die Hauptmotive dabei sind Verbesserungen in den Bereichen Karrierelevel und Gehalt.

Geschlechtsabhängige Unterschiede

Unter den im Rahmen der Studie befragten 500 Topmanagern und Führungskräften gaben 57,5 Prozent an, in der nächsten Zeit ihre berufliche Position wechseln zu wollen oder sich zumindest diesbezüglich neu zu orientieren. Dabei ist ein deutlicher geschlechtsspezifischer Unterschied zu erkennen – während nur rund 56 Prozent der befragten Männer wechselwillig sind, liegt der Anteil von weiblichen Führungskräften mit beruflichem Veränderungswunsch bei 66,7 Prozent.

Großkonzerne stärker betroffen

Auffällig ist, dass die Bereitschaft zum Jobwechsel in großen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern deutlich höher ist als bei kleineren Arbeitgebern. In Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten sind nur rund 40 Prozent der Führungskräfte wechselwillig, ihre befragten Pendants in größeren Konzernen haben diesbezüglich mit  fast 70 Prozent deutlich die Nase vorn. Letztere geben zudem häufiger den nächsten Karriereschritt und Verbesserungen im Gehalt als Grund für ihre Wechselbereitschaft an (87,2 Prozent), als ihre Counterparts in kleineren Unternehmen (75,9 Prozent).

Verstärkte Anmeldungen bei Karriediensten

Unterstrichen werden diese Studienergebnisse durch eine erkennbare Zunahme an Kandidaten im Arbeitsmarkt für Fach- und Führungskräfte. Der speziell auf Executives und Professionals ausgerichtete Karrieredienst Experteer hat im ersten Quartal dieses Jahres ein Plus an Kandidatenprofilen von 7,6 Prozent verzeichnet. Dabei ist der deutlichste Zuwachs im Bereich der Fachkräfte und Spezialisten zu erkennen – hier gab es Ende März über 9,5 Prozent mehr Profile in der Datenbank des Münchner Unternehmens als noch zu Beginn des Monats Januar. Im Bereich der Senior Fachkräfte, Projekt- und Abteilungsleiter gab es einen Zuwachs von rund 7,5 Prozent  und unter den Geschäftsführern aus dem Mittelstand betrug dieser immer noch gute sieben Prozent.

Chancen durch langfristige Recruiting-Strategien

Angesichts des für dieses Jahr erwarteten Aufschwungs in der deutschen Wirtschaft bieten der erkennbare Zuwachs und die hohe Wechselbereitschaft im deutschen Premium-Bewerbermarkt für Arbeitgeber die Chance, durch langfristig ausgerichtete Recruiting-Strategien gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte rechtzeitig ins Unternehmen zu holen.

Die Pressemitteilung zu der Jobwechsel-Studie finden sie hier.