Personalverantwortliche lieben sie, bei Bewerbern sorgen sie im Interview regelmäßig für Schweißausbrüche: Toughe Bewerbungsfragen. In unserer Serie sammeln wir die härtesten Fragen aus Bewerbungsgesprächen und geben Tipps, wie Sie diese am besten beantworten können. Heute der zweite Teil.

„Welche Konflikte haben Sie in Ihrer Vergangenheit bewältigt – und wie?“

Diese Frage ist eine Steilvorlage – nutzen sollten Sie sie unbedingt. Nennen Sie hier nicht nur konkrete Beispiele in Stichworten, sondern erzählen Sie am besten eine „Geschichte“ zu einer der erlebten Konfliktsituationen, die Ihre Problemlösungskompetenz verdeutlicht. Dies ist anschaulich und wird ihrem Gesprächspartner im Interview helfen, das Problem und ihren Lösungsansatz besser zu verstehen. Außerdem lockert ein solches narratives Element die Situation im Bewerbungsgespräch etwas auf. Allerdings sollten Sie sich beim Geschichtenerzählen im Interview nicht zu viel Zeit lassen: Beschränken Sie sich auch hier auf das Wesentliche.

„Mit welchem Persönlichkeits-Typ arbeiten Sie am besten zusammen – und warum?“

Zunächst sollten Sie bei Ihrer Antwort auf diese Frage unbedingt vermeiden, Kritik an Typen zu äußern, mit denen Sie vielleicht nicht so gut zusammen arbeiten können. Insbesondere konkrete Hinweise auf ehemalige Kollegen oder Vorgesetzte von Ihnen sind in diesem Zusammenhang absolut tabu. Verweisen Sie lieber darauf, dass Sie bisher noch mit jedem Persönlichkeits-Typ zusammenarbeiten konnten, ohne dass der Arbeitsablauf dadurch gestört worden wäre. Gleichzeitig können Sie an dieser Stelle im Bewerbungsgespräch unterstreichen, dass Sie Teamplayer-Fertigkeiten sehr zu schätzen wissen.  So entsteht der Eindruck, dass Sie zwar einerseits ausgeprägte social skills haben und damit als Führungskraft umso mehr geeignet sind, andererseits aber sehr wohl wissen, was Sie von einem guten Mitarbeiter erwarten können.

„Beschreiben Sie den Vorgesetzten, mit dem Sie am besten arbeiten konnten.”

Diese Frage dient natürlich nicht dazu, dass Ihr Gesprächspartner im Interview tatsächlich etwas über ihre bisherigen Vorgesetzten erfährt. Hier geht es vielmehr darum, dass Sie Ihrem Gegenüber mitteilen, was Sie von einem Manager im Allgemeinen erwarten, wie selbstständig Sie arbeiten können und wollen und wie viel Verantwortung Sie bereit sind zu übernehmen. Gehen Sie in Ihrer Antwort unbedingt auf die Vorbildfunktion des Vorgesetzten ein, verdeutlichen Sie, wo Sie dessen Kernaufgaben und Weisungsbefugnisse sehen und machen Sie gleichzeitig klar, wie sie sich selbst im Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten und in der Unternehmenshierarchie einordnen.

Den ersten Teil unserer Serie zu den härtesten Bewerbungsfragen finden Sie hier!

Und jetzt sind Sie dran!

Kennen Sie noch weitere, besonders harte Bewerbungsfragen, die Sie gern im Rahmen dieser Serie beantwortet sehen möchten? Dann schicken Sie uns diese einfach an blog@experteer.de.