Jobsuche per Telefon – was Sie unbedingt beachten sollten
21. Juni 2010 in von Experteer>
Telefonieren kann jeder… oder nicht? Aber wissen Sie auch, wie Sie sich bei Bewerbungstelefonaten und telefonischen Jobinterviews verhalten sollten? Kennen Sie die Tricks und No-Gos? Wir haben einige Tipps für Sie zusammengetragen.
Viele Menschen telefonieren hauptsächlich privat – es sei denn, sie sind beispielsweise im Vertrieb oder in der Unternehmenskommunikation beschäftigt. Letztere Personen sind sicherlich mit den Unterschieden zwischen „normalen“ und geschäftlichen Telefonaten vertraut, Sie machen allerdings einen doch eher kleinen Teil der Bevölkerung aus. Der große Rest dürfte sich über die eigene Wirkung am Telefon bisher wohl nur wenig Gedanken gemacht haben. Dabei findet der Erstkontakt mit Geschäftspartnern – auch ein potentiell neuer Arbeitgeber ist letztlich nichts anderes – in wirklich vielen Fällen per Telefon statt. Umso wichtiger ist es, dass Sie hier einen guten Eindruck machen.
Beim ersten Telefonat
Das erste Telefonat mit einem Personalverantwortlichen dient meist nur dazu, die Grundlagen abzuklären: Was sind die Anforderungen für den ausgeschriebenen Job? Erfüllen Sie diese überhaupt? Und, mindestens genauso wichtig: Wollen Sie sich wirklich bei diesem Unternehmen bewerben? Zugegeben, die Erwartungen an Sie sind hier noch relativ niedrig, diese Gespräche sind zumeist recht ungezwungen. Es sollte völlig reichen, wenn Sie sich höflich und antwortfreudig zeigen. Sie können allerdings schon hier deutlich mehr an Informationen für sich herausholen, indem Sie einige Fragen zu der ausgeschriebenen Position und dem Unternehmen bereithalten – ihr Gesprächspartner wird dies zudem garantiert positiv zur Kenntnis nehmen. Wir empfehlen, mindestens die folgenden drei Fragen zu stellen:
- Was sind die drei wichtigsten Dinge, die Ihr neuer Mitarbeiter im kommenden Jahr erreichen soll? (Warum diese Frage wichtig ist, erläutern wir noch!)
- Wer hatte diese Position bisher inne und warum hat die Person das Unternehmen verlassen? (Oder, bei einer neuen Position: Warum wurde diese geschaffen?)
- In welchem Zeitrahmen planen Sie, eine Entscheidung für einen Bewerber zu treffen?
Im Telefoninterview
Nach dem Erstkontakt steht in der Regel ein Telefoninterview als zweiter Schritt im Bewerbungsverfahren an. Im Unterschied zum ersten Telefonat liegt die Messlatte hier schon deutlich höher – jetzt müssen Sie den Personalverantwortlichen auch davon überzeugen, dass Sie der ideale Kandidat sind, den er unbedingt zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch einladen muss. Und an dieser Stelle kommt die Frage nach den drei wichtigsten Erwartungen an den neuen Mitarbeiter ins Spiel, die Sie im vorherigen Gespräch gestellt haben sollten. Bereiten Sie sich auf diese drei Anforderungen vor, indem Sie ihre Kenntnisse und Erfahrungen hinsichtlich dieser Punkte im Vorfeld herausarbeiten – und versuchen Sie, das Gespräch auf diese Punkte zu lenken. Sollte das Interview in eine ungewollte Richtung abgleiten, können Sie sich auch immer wieder auf einen dieser Punkte beziehen, um den Bogen zurück zu Ihren Qualifikationen zu kriegen. Denn auch wenn ein netter Plausch über das Wetter, die Bundesliga oder ihre privaten Hobbies ein Gespräch sicherlich auflockert – er ist nicht zielführend und hinterlässt auch nicht zwangsläufig einen guten Eindruck.
Zum Ende des Telefoninterviews bietet es sich zudem an, erneut auf die drei primären Anforderungen des Unternehmens und ihre Erfahrungen und Kenntnisse in diesen Bereichen zurückzukommen, um das Gespräch positiv zu subsummieren – in etwa so: „Also, Herr Mustermann. Sie hatten ja erwähnt, dass X, Y und Z die wichtigsten Punkte für diese Position sind und durch meine Erfahrungen in A, B und C erfülle ich diese Anforderungen. Gibt es aus Ihrer Sicht noch weitere Punkte, über die wir sprechen sollten?“ Auf diesem Weg können Sie unmittelbares Feedback von ihrem Gesprächspartner einholen und bekommen meist einen recht guten Eindruck davon, wie gut ihre Chancen auf die nächste Bewerbungsrunde stehen.