Unterschiede in CV-Schreiben: England, Frankreich und Amerika
9. Februar 2010 in von Experteer>
Die Unterschiede in CV-Schreiben zwischen deutschsprachigen Ländern und dem englisch- und französischsprachigen Ausland sind in wenigen Fällen frappierend. Dennoch sollte man sich unbedingt mit Ihnen auseinander setzen, wenn eine Bewerbung im Ausland geplant ist.
In etlichen Branchen warten im Ausland oftmals weitaus bessere und interessantere Jobaussichten, als im eigenen Land. England, Amerika und Frankreich gehören dabei zu den Spitzenreitern. Allerdings sollte der eigene Lebenslauf unbedingt den dortigen Anforderungen entsprechend formuliert werden. Auch wenn die Unterschiede in CV-Schreiben in verschiedenen Ländern oft nur minimal sind, so kann sich an ihnen doch die Spreu vom Weizen trennen. Mit der Beherrschung der länderspezifischen Unterschiede hinsichtlich des Verfassens eines Curriculum Vitae zeigt man seinen zukünftigen Arbeitgebern, dass man sich auf fremde Gegebenheiten einstellen kann und auch mit den Ansprüchen ausländischer Unternehmen vertraut ist.
Die Unterschiede sind gering, aber entscheidend
Die Unterschiede beginnen schon beim Titel und der Überschrift: Hierzulande wird – wie auch in Frankreich – zwar meist ganz selbstverständlich vom „CV“ gesprochen, gleichzeitig wird dieser in deutschsprachigen Ländern aber oftmals mit „Lebenslauf“ überschrieben. Währenddessen lautet in England die Überschrift beispielsweise verbindlich „Curriculum Vitae“, während in den USA zwar vom „Personal Resume“ gesprochen wird, dieses aber keine Überschrift erhält.
Ein solches Personal Resume sollte eine Länge von einer Seite nicht überschreiten. Die einzigen Angaben zur Person, die sich nicht auf die bereits geleistete Arbeit oder die Art der Ausbildung beziehen, finden sich im dem Lebenslauf vorangestellten Briefkopf. Geburtsdatum, Nationalität und Familienstand werden nicht genannt, ebenso wird kein Foto beigefügt – der Grund sind die strengen US-amerikanischen Antidiskriminierungsvorgaben. Auf die Unterschrift wird ebenfalls verzichtet.
Ein englisches Curriculum Vitae sollte nicht länger als zwei Seiten sein. Wichtig ist die umgekehrte chronologische Reihenfolge, beginnend mit der Gegenwart. Man verzichtet hier auf Datum, Unterschrift und Zeugnisse – und auch ein Bild sollte nur beigelegt werden, wenn es ausdrücklich gewünscht wird. Beim Inhalt hält man sich an die gewohnten Unterpunkte: Ausbildung (Education), Erfahrungen (Practical Experience), Kenntnisse (Additional Skills), Interessen (Personal Interests) und Referenzen – letztere aber nur, wenn sie explizit verlangt werden.
Die Vita in Frankreich unterscheidet sich weniger von unserer: Zuerst erscheinen oben links die persönlichen Angaben, gegenüber das Foto. Unter „Formation“ werden die Namen der Schulen und Hochschulen ausgeschrieben, sämtliche Abschlüsse sollten übersetzt werden. Gleiches gilt auch für die Berufsbezeichnungen. Sprachen (Langues), Erfahrungen (Expérience professionelle) und Interessen (Divers) folgen. Datum, Unterschrift und Zeugnisse werden auch hier weggelassen.
Kleine Details mit großer Wirkung
Oft sind es die kleinen Unterschiede bei den CV-Schreiben, die echte Hürden sein können. Zum Beispiel das Datum: Während man in England und Frankreich, analog zu deutschsprachigen Ländern, erst den Tag, dann den Monat und dann das Jahr schreibt, nennt man in Amerika den Monat vor dem Tag. Und auch die Punktierung kann ungewohnt sein – Engländer setzen beispielsweise keinen Punkt bei den Abkürzungen Mr oder Ms, dafür aber im Falle einer Anrede ein Komma hinter dem Namen. Amerikaner hingegen schreiben Mr. und Ms. mit Punkt und fügen nach dem Namen einen Doppelpunkt an.
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