Networking oder Jobbörsen – wie geht’s zum Traumjob?
3. September 2010 in von Experteer
Für die meisten Jobs führt der Weg heutzutage übers Internet: Viele Stellenanzeigen finden sich ausschließlich in Jobportalen, mehr und mehr Bewerbungsverfahren laufen ebenfalls online – und auch Bewerberprofile sind heutzutage üblicherweise im Netz zu finden. Die Tendenz ist also klar
iPhone & Co. bieten mehr und mehr Möglichkeiten, Aktivitäten von unterwegs aus mit dem Handy zu erledigen – denn es gibt heutzutage schließlich für alles eine App. Diese Entwicklung geht natürlich auch nicht am Stellenmarkt vorbei: Nahezu täglich finden sich neue Anwendungen für die Jobsuche und das Stöbern in Stellenangeboten von unterwegs
“Ich will und kann einfach nicht akzeptieren, dass ein Land wie Deutschland es nicht schafft, einen angemessenen Anteil von Frauen in Aufsichtsräten zu haben.“ Dieser Satz stammt nicht etwa von Alice Schwarzer, sondern von Commerzbank-Aufsichtsratschef Klaus Peter Müller. Damit spricht Müller ein heikles Thema an, denn nur ein Bruchteil von Deutschlands Aufsichtsräten ist weiblich.
In den USA sind anonyme Bewerbungen längst Standard in der Wirtschaft, auch in Frankreich hat man das Verfahren in den vergangenen Monaten ausgiebig getestet – und nun folgt Deutschland: Familienministerin Kristina Schröder (CDU) will ab diesem Herbst anonymisierte Bewerbungen für offene Stellen in ihrem Ministerium zulassen. Dies geschieht auf Anregung der Antidiskriminierungsstelle (ADS) des Bundes.
Auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält, dass in Online-Profilen permanent geschummelt, verschönert und „optimiert“ wird – zahlreiche Studien beweisen ganz klar, dass dem nicht so ist: Das Bewusstsein für die Relevanz authentischer Online-Selbstrepräsentation ist vorhanden – und zwar nicht nur hinsichtlich von Bewerbungsunterlagen im Netz, sondern auch bei privaten Social Media Profilen.
Nicht nur die in vielen Berufsbildern gestiegenen Anforderungen, sondern insbesondere der demografische Wandel werden das Recruiting zukünftig vor große Herausforderungen stellen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Allein die Zahl der 18- bis 19-Jährigen wird sich in Deutschland in den kommenden 10 Jahren um nahezu 20% verkleinern.
Passend zur WM 2010 in Südafrika hat sich Experteer auf die Suche nach dem aktuellen Karriereweltmeister gemacht. Dabei wurden Faktoren wie die Einschätzung des beruflichen Erfolgs, Gründe für berufliche Zufriedenheit, die Relevanz von Karrierecoaching und bevorzugte Wege zur Jobsuche bei Fach- und Führungskräften abgefragt. Das Ergebnis dürfte vor allem die Spanier freuen:
Ist es daheim doch am schönsten? Fakt ist: Deutsche Führungskräfte gehen im europaweiten Vergleich eher selten ins Ausland, um Karriere zu machen – gleichzeitig stellen Spitzenkräfte mit deutschem Pass die größte Gruppe unter den in Deutschland einwandern Expats.
Nachdem die Frankfurter Allgemeine Zeitung konstatierte, dass „Manager und Politiker in Davos keine starke Botschaft gesendet haben, weil auf viele Fragen die Antworten nicht feststehen“, versucht der zweite Ökonomiekongress an der Universität in Bayreuth am 20. und 21. Mai 2010 eine Plattform zu bieten, diese Diskussion zu intensivieren.


