Sechs vermeidbare Fehler bei der Personalsuche – Teil 2
29. November 2010 in von Experteer>
Im ersten Teil der sechs vermeidbaren Fehler bei der Personalsuche haben wir uns mit den folgenden Fehlern beschäftigt, die bei der Kandidatensuche dringend vermieden werden sollten: Zu enge Positionsbeschreibungen, zu wenige Informationen für die potentiellen Kandidaten im Vorhinein, zu wenig Informationen für Kandidaten vorab. In Teil 2 gehen wir auf drei weitere häufige Fehler ein:
- Zu wenig Beachtung des Teams
- Zu lange Verfahren zum Treffen von Entscheidungen
- Zu zögerliches Vertragsangebot
Zu wenig Beachtung des Teams
Bedenken Sie eines bei der Neueinstellung eines Kandidaten: Sie als Führungsperson sind keine Insel! Beziehen Sie bei Ihrer Entscheidung das Team mit ein. Eine neue Person kann interne Chemie mit ihrem Verhalten, Können und ihren Einstellungen entscheidend beeinflussen.
Dabei ist es natürlich nicht nötig und möglich, alle Teammitglieder in die Interviews mit einzubeziehen. Man kann jedoch beispielsweise einiges mit einem Rundgang durch die Räumlichkeiten des Unternehmens arrangieren. So kann sich der Kandidat mit zufällig anwesenden Teammitgliedern austauschen. Veranlassen Sie eine kurze Produktpräsentation durch die Teammitglieder, beobachten Sie dabei den Kandidaten und geben ihm Möglichkeiten, Fragen zu stellen. Lassen Sie es dabei formell und unbefangen zugehen, aber holen Sie bitte danach die Meinungen des Teams ein.
Die Grundlage gemeinsamer Arbeit ist schließlich gutes ein gutes Auskommen miteinander und gegenseitige Anerkennung.
Zu lange Verfahren zum Treffen von Entscheidungen
Grundsätzlich lässt sich sagen: Je länger ein Unternehmen benötigt, um eine Entscheidung zu einer Neueinstellung zu treffen, desto unwahrscheinlicher wird diese. Viele Kandidaten überlegen sich bei längerem Warten ihre Entscheidung nochmals, besonders wenn das Unternehmen vereinbarte Zeitpunkte verstreichen lässt. Dies verleitet zu der Vermutung, es könnte sich um ein substantielles Managementproblem handeln. Zwar kann eine Einstellungsentscheidung andauern, es gibt jedoch keine Entschuldigung für einen fehlenden Zeitplan. Der Preis kann sehr hoch sein: Ein so entstandener Reputationsschaden lässt sich nur schwer wieder reparieren.
Drei Punkte sind wichtig für Sie: Seien Sie aufrichtig, ehrlich und verantwortungsbewusst. Wenn Sie Angst haben, den Kandidaten zu verlieren, zögern Sie nicht, ihn einzustellen. Stellen Sie sich der Verantwortung! Entweder der Kandidat ist der Richtige oder nicht. Stellen Sie ihn ein oder sagen Sie ab. Er wird Sie dafür respektieren.
Zu zögerliches Vertragsangebot
Falls Ihr Unternehmen keine Überholspur für wichtige Einstellungen hat, richten Sie eine ein. Ein nach außen hin hervorragend agierendes Unternehmen muss ebenso die internen Vorgänge im Griff haben.