Abnehmende Arbeitsleistung, fehlende Initiative, Zunahme der Krankmeldungen – alles Anzeichen sinkender Mitarbeiter-Motivation. Haben Sie auch das Gefühl, Ihre Mitarbeiter machen nur noch Dienst nach Vorschrift? Dann sollten Sie etwas dagegen tun. Aber Vorsicht: Die häufig gewählte Mischung aus Gratifikationen und Sanktionen ist oftmals kontraproduktiv – die Kombination aus Hoffnung auf mehr Gehalt und Angst um den Arbeitsplatz führt meist eher zu innerbetrieblichem Wettbewerb und erzeugt eine Drohatmosphäre, statt die Motivation zu steigern. Wir zeigen, wie es auch ohne Zuckerbrot und Peitsche geht.

Mangelnde Motivation am Arbeitsplatz ist ein großes Problem für Arbeitsgeber und Vorgesetzte – sie führt zu abnehmender Produktivität, Passivität und einer Zunahme der Krankmeldungen; man spricht in diesem Zusammenhang auch von „innerer Kündigung“. Mitarbeiter-Motivation ist daher ein wichtiges Thema für Führungskräfte. Doch wie motiviert man seine Mitarbeiter richtig? Der „klassische“ Weg – Gratifikationen und  Sanktionen – führt meist zu nichts, er schafft nur negativen Druck und eine innerbetriebliche Wettbewerbssituation.

Effiziente Mitarbeiter-Motivation

Ein effizienter Weg zur Motivation von Mitarbeitern berücksichtigt mehrere Elemente, die sich wie folgt kategorisieren lassen:

  • Motivation über die gestellte Aufgabe
  • Motivation über die Unternehmensstruktur
  • Motivation über Teamaspekte
  • Motivation über persönliche Weiterentwicklung
  • Motivation über Rücksichtnahme auf das Privatleben

Kompetenzen und Strukturen

Es ist sehr wichtig, dass Arbeitnehmer das Gefühl haben, eine sinnvolle Aufgabe zu erfüllen und alle dafür benötigten Kompetenzen zu besitzen. Beschneiden Sie die Befugnisse Ihrer Mitarbeiter daher nicht unnötig und delegieren Sie möglichst komplette Aufgaben an diese, statt die einzelne Aufgabenteile an verschiedene Mitarbeiter zu vergeben und selbst die Kontrolle zu übernehmen. Ebenso ist die innerbetriebliche Organisationsstruktur ein wichtiger Faktor für die Mitarbeiter-Motivation: Vermeiden Sie bürokratische Hindernisse, schaffen Sie die Bedingungen für effiziente Arbeitsabläufe und versorgen Sie Ihre Mitarbeiter mit den technischen Hilfsmitteln, die Sie benötigen.

Teamwork und Karriere-Entwicklung

Ihre Mitarbeiter sollten auch das Gefühl haben, dass Sie ein gleichberechtigter Teil des Unternehmens sind und Hand in Hand mit den anderen Unternehmensteilen arbeiten. Funktionierendes Teamwork ist hier das entscheidende Stichwort: Jeder Mitarbeiter leistet seinen Teil zum Erfolg des Unternehmens, es herrscht eine angenehme Arbeitsatmosphäre und in Krisensituationen können sich Ihre Mitarbeiter auf die Unterstützung durch andere Teammitglieder verlassen. Ebenso entscheidend ist es, dass Ihre Mitarbeiter sich beruflich entwickeln können. Daher sollten Sie diesen mit zunehmender Erfahrung auch mehr Aufgabenbereiche und Verantwortung zuweisen, in bestimmten Positionen sollte es zudem feste Karriereschritte in Richtung Führungskraft geben.

Raum für Privatleben

Vergessen Sie aber vor allem eines niemals: Ihre Mitarbeiter haben ein Privatleben, insbesondere Familie, private Interessen und Erholung sind sehr wichtige Faktoren. Wenn Ihre Mitarbeiter den Eindruck bekommen, dass Sie aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit im privaten Bereich mehr als nötig zurückstecken müssen, wirkt sich dies ebenfalls negativ auf die Motivation am Arbeitsplatz aus. Machen Sie ihnen deshalb klar, dass Sie ihr Recht auf Privatleben respektieren und dass Sie Leistung nicht über die Anzahl der abgeleisteten Überstunden definieren, sondern anhand der Erfüllung von Zielen bemessen.

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