Zum ersten Mal Chef – was muss ich beachten?
24. April 2010 in von Experteer>
Nachdem Sie lange darauf hin gearbeitet haben, ist sie nun endlich da: Ihre erste Führungsposition. Unabhängig davon, ob Sie eine Abteilung, eine Filiale oder ein ganzes Unternehmen leiten: Einige grundlegende Dinge sollten Sie dabei unbedingt immer beachten – wir sagen Ihnen, welche das sind.
Timing: Zu Beginn besonders wichtig
Eine der wichtigsten Grundlagen ist sicherlich, dass Sie sich stets darüber im Klaren sind, was Sie bis zu welchem Zeitpunkt erreicht haben wollen. Eine gute Zielvorgabe für die Anfangszeit ist dabei, die ersten zwei Wochen zu nutzen um sich mit Strukturen und Prozessen vertraut zu machen, ohne dabei bereits Veränderungen zu planen. Spätestens nach den berühmten ersten 100 Tagen „im Amt“ sollten Sie dann aber aktiv werden und damit beginnen, notwendige Änderungen umzusetzen.
Steuern und führen Sie – das wird von Ihnen erwartet!
Delegieren Sie Fachaufgaben innerhalb Ihres Verantwortungsbereichs so oft wie möglich an kompetente Mitarbeiter – eine Führungskraft sollte sich um solche Aufgaben nur kümmern, wenn es niemand sonst im Unternehmen kann. Eine gute Richtlinie ist dabei: Fachaufgaben sollten auf keinen Fall mehr als 20% Ihrer Arbeitszeit einnehmen, der Rest sollte für Steuerungs- und Führungsaufgaben verwendet werden. Das ist schließlich der Kernbereich Ihrer Tätigkeit und diesen sollten Sie niemals aus den Augen verlieren.
Vereinbarungen statt Anweisungen
Während Sie als Führungskraft meist mit strategischen Zielvorgaben konfrontiert werden, sollten Sie im Umgang mit Ihren Mitarbeitern besser auf Zielvereinbarungen setzen – also auf gemeinsame Vereinbarungen darüber, was bis wann und wie erledigt werden sollte. Wichtig ist dabei, dass sie mit ihren Mitarbeitern im Rahmen von Zielvereinbarungen zwar über den Weg zum Erreichen der Ziele diskutieren – niemals aber über die Ziele selbst, diese werden von Ihnen definiert. Denn mindestens genau so relevant wie gemeinsame Vereinbarungen über zukünftige Ziele sind klare Abgrenzungen von Verantwortungsbereichen, vor allem zwischen Vorgesetzten und Angestellten.
Feedback stärkt den Teamgeist
Nahezu ebenso wichtig wie individuelle Zielvereinbarungen und klar abgegrenzte Verantwortungsbereiche sind offene Feedbackgespräche zwischen Mitarbeiter und Führungskraft – diese sollten gleichberechtigt geführt werden, ihr Mitarbeiter sollte also auch die Möglichkeit haben, Ihnen Feedback zu geben. Und versuchen Sie nicht, negatives Feedback zurückzuhalten – es ist essenziell, dass Sie Ihren Mitarbeitern mitteilen, was an ihrer Arbeit Sie schätzen und wo Sie noch Verbesserungsbedarf sehen.