In den USA ist es längst üblich, in Deutschland herrscht diesbezüglich oft noch Skepsis vor: Job-Hopping – der Versuch die Karriere durch häufige Arbeitgeberwechsel zu beschleunigen. Doch wie sinnvoll ist diese Methode wirklich? Fest steht: Im Vergleich zum Aufstieg in der eigenen Firma gibt es sowohl Vorteile wie Nachteile.

Es gibt zahlreiche gute Gründe für Job-Hopping: Enttäuschung über ein ausbleibendes oder verhältnismäßig langsames Karrierehoch in der eigenen Firma, der Wunsch nach beruflicher Veränderung oder das Ziel, die eigene Qualifikation durch neue Einblicke breiter anzulegen – all dies sind potenzielle Auslöser für einen Arbeitgeberwechsel. Aber Job-Hopping will gut überlegt sein: Wer – im wahrsten Sinne des Wortes – von einem Arbeitgeber zum nächsten zu springt, verlässt zwangsläufig auch ein sicheres Terrain und sein angestammtes Umfeld.

Job-Hopping hat Vor- und Nachteile für die Karriere

Während die Skepsis in Deutschland dem Job-Hopping gegenüber noch sehr hoch ist, ist diese Praxis in den USA schon längst Usus geworden. Die Idee hinter diesem Prinzip ist, dass man zum nächsthöheren Punkt in der Karriere in eine andere Firma wechselt. Dabei wird in der Regel deutlich weniger Zeit benötigt, als wenn man auf eine Beförderung im eigenen Betrieb warten würde. Auch ist Job-Hopping eine gute Option, um in kurzer Zeit eine Gehaltssteigerung zu erreichen.

Gegen das Job-Hopping und für die Karriere in der eigenen Firma spricht, dass man durch sprunghaftes Verhalten in der Jobsuche ohne die nötigen Kenntnisse nicht unbedingt die besten Karten hat. Auch das Gefühl der Loyalität gegenüber dem angestammten Arbeitgeber und die Befriedigung etwas Dauerhaftes aufbauen zu können wird durch den Verbleib in einem Unternehmen eher unterstützt, als beim Wechsel zu einer neuen Stelle.

Beruflicher Erfolg ist unverzichtbar

Ein ist sicher: Die Zeiten, in denen man nach der Schule in einem Betrieb seine Lehre oder Ausbildung machte und dann dort bis zur Rente verblieb, sind längst vorbei. Sich beruflich verbessern, Gehalt und Karriere vorantreiben – das alles sind Gründe, die klar für das Job-Hopping sprechen. Gleichzeitig spricht für den Aufstieg im eigenen Unternehmen, dass dieser Weg mehr Stabilität und Sicherheit für die eigene Karriere bietet. Doch egal, welchen Weg Sie für sich wählen: Die wichtigste Grundvoraussetzung für Ihre berufliche Weiterentwicklung ist der Erfolg im bisherigen Job. Nur so empfehlen Sie Sich für unternehmensinterne Beförderungen – und nur so wecken Sie bei potenziellen neuen Arbeitgebern Interesse.