Home, sweet home: Deutsche Führungskräfte machen bevorzugt im Inland Karriere
7. April 2010 in von Experteer>
Ist es daheim doch am schönsten? Fakt ist: Deutsche Führungskräfte gehen im europaweiten Vergleich eher selten ins Ausland, um Karriere zu machen – gleichzeitig stellen Spitzenkräfte mit deutschem Pass die größte Gruppe unter den in Deutschland einwandern Expats. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Karrieredienst Experteer in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut OMIS Research durchgeführt hat.
Heimkehrtrend statt Migration
Auf Basis von mehr als 20.800 Mitgliederdaten aus 20 Ländern hat OMIS Research im Auftrag von Experteer die Wanderungsbewegungen unter europäischen Führungskräften für die Jahre 2008 und 2009 analysiert. Und die Ergebnisse zeigen vor allem eines: Deutsche Spitzenkräfte gehören europaweit zu den am wenigsten migrationswilligen; nur rund sieben Prozent von ihnen wagten im Untersuchungszeitraum den Karriereschritt ins Ausland – dem steht eine europaweite Quote von durchschnittlich 17 Prozent gegenüber. Zudem lässt sich auch ein Trend zur Heimkehr ehemals ausgewanderter deutscher Expats erkennen: 47 Prozent aller in Deutschland eingewanderter Führungskräfte besitzen einen deutschen Pass. „Es wird spannend, ob sich der Heimkehrertrend und die recht geringe Abwanderung in Managementkreisen wieder umkehrt, sobald die Wirtschaftskrise endgültig überwunden ist“, kommentiert Experteer-Geschäftsführer Dr. Christian Göttsch die Ergebnisse der Studie.
Landessprachen sind relevant
Für diejenigen Spitzenkräfte, die den Karriereschritt ins Ausland wagen, stellt die Schweiz das mit Abstand beliebteste Auswanderungsziel dar: 26 Prozent der deutschen Expats zog es im Untersuchungszeitraum ins Land der Eidgenossen. An nächster Stelle folgt – wenn auch mit deutlichem Abstand – Großbritannien, wo sich acht Prozent der deutschen Auswanderer aus beruflichen Gründen niederließen. Die USA und Österreich waren Ziel von jeweils rund sieben Prozent der Führungskräfte aus Deutschland. Es zeigt sich also, dass die Landessprachen Deutsch und Englisch offensichtlich wichtige Faktoren für die Wahl des Auslandsaufenthaltes deutscher Spitzenkräfte sind.
Old Economy ist mobiler
Den Großteil der deutschen Auswanderer stammt übrigens aus der Old Economy: An erster Stelle stehen hier mit 36 Prozent Experten aus der deutschen Automobilindustrie, gefolgt von 30 Prozent aus der Elektroindustrie und knapp 27 Prozent aus dem Maschinenbau.
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Die Pressemitteilung zu den Wanderungsbewegungen deutscher Führungskräfte finden Sie hier.