Passend zur WM 2010 in Südafrika hat sich Experteer auf die Suche nach dem aktuellen Karriereweltmeister gemacht. Dabei wurden Faktoren wie die Einschätzung des beruflichen Erfolgs, Gründe für berufliche Zufriedenheit, die Relevanz von Karrierecoaching und bevorzugte Wege zur Jobsuche bei Fach- und Führungskräften abgefragt. Das Ergebnis dürfte vor allem die Spanier freuen: im offensiven Karrieremanagement liegen sie vorn und verweisen Deutschland und Großbritannien auf die Plätze.

Kern der Befragung, an der weltweit mehr als 2500 Mitglieder des Karrieredienstes teilgenommen haben, war die persönliche Bewertung des eigenen beruflichen Erfolgs. Hierbei sind es vor allem Executives und Professionals aus dem Land des amtierenden Europameisters Spanien, gefolgt von Deutschland und Großbritannien,  die ihre Karriere als besonders erfolgreich einschätzten. Währenddessen finden sich in der großen Fußballnation Italien, bekannt für ihren „Catenaccio“ genannten Abwehrfußball, verhältnismäßig viele defensiv aufgestellte Befragungsteilnehmer: nahezu ein Drittel von ihnen schätzt die eigene Karriere als eher nicht erfolgreich ein.

Relevante Faktoren: Berufliche Herausforderung und Arbeitsklima

Als wichtigen Faktor für die berufliche Zufriedenheit sehen die Italiener und die Österreicher die berufliche Herausforderung und das Sammeln von Erfahrungen. Mehr als 70 Prozent der Teilnehmer aus beiden Ländern unterstrichen die Relevanz von fordernden Aufgaben für die eigene Zufriedenheit im Job. Zum Vergleich: Deutschland spielt hier mit knapp 60 Prozent im Mittelfeld. Der Europameister Spanien setzt demgegenüber vor allem auf Teamgeist, ähnlich wie die Franzosen. Über 40 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte aus beiden Ländern sehen das Arbeitsklima als wesentlichen Motivationsfaktor in ihrer beruflichen Tätigkeit an. Erstaunlicherweise spielt das Image des Teams in den meisten Ländern kaum eine Rolle – nur in Großbritannien legt man Wert auf den guten Ruf des eigenen Unternehmens, knapp 20  Prozent der Briten bestätigten dies in der Befragung.

Die Briten mögen kein Coaching

So groß die Rolle des Images ihres Teams für die Briten ist, so gering schätzen sie die Bedeutung von professioneller Spielerberatung ein. Gefragt nach der Relevanz von Karrierecoaching für den eigenen beruflichen Erfolg gaben fast 40 Prozent an, dass Coaching für sie keine Bedeutung in der Karriereentwicklung hat. Nahezu spiegelverkehrt sind die Zahlen in Deutschland: Rund 40 Prozent der befragten Executives und Professionals aus dem Land des dreimaligen Weltmeisters planen, einen persönlichen Karriereberater in Anspruch zu nehmen und weitere 18 Prozent haben bereits Erfahrungen mit Karrierecoaching gesammelt und einen solchen unter Vertrag. Auch in den Niederlanden (15 Prozent) und der Schweiz (13 Prozent) nutzen schon verhältnismäßig viele Befragungsteilnehmer einen persönlichen Coach für ihren beruflichen Aufstieg.

Headhunter sind wichtig für die Karriere

Neben dem externen Berater kommt auch dem Spielervermittler eine große Rolle in der Karriereplanung der befragten Experteer-Mitglieder zu: Headhunter sind die bei weitem beliebteste Option, die zum erfolgreichen Jobwechsel genutzt wird. Vor allem in Spanien und Österreich haben diese Talentscouts der Wirtschaft eine herausragende Bedeutung, rund 40 Prozent der Teilnehmer aus beiden Ländern bestätigen dies. Währenddessen setzen die Niederländer (33 Prozent) und Italiener (29 Prozent) vermehrt auf Online-Jobbörsen – und in Großbritannien spielt vor allem Vitamin B bei der beruflichen Weiterentwicklung eine ausgeprägte Rolle, wie fast 40 Prozent der Teilnehmer aus diesem Land bestätigen.

Die komplette Pressemitteilung zum Karriereweltmeister 2010 können Sie hier herunterladen.